EnergieAgentur.NRW - NRW spart Energie

Link zur Startseite des MWME
Mitmachen! Partner Presse Info & Service
Start 

Inhalt

Schrimpf & Schöneberg optimal

Seit dem Gründungsjahr 1921 bietet die Firma Schrimpf & Schöneberg GmbH & Co KG ein umfassendes Produktionsprogramm von Federn und Drahtbiegeteilen. Durch den Einsatz modernster Maschinen, innovativer Technologien und Schulungen der Mitarbeiter konnte das Unternehmen seine Marktanteile im Bereich der Automobilzulieferindustrie aber auch anderer Industriezweige in den letzten Jahren erheblich ausbauen.

Da eine energieeffiziente Produktion Wettbewerbsvorteile bietet und der Umweltschutz zu den Leitlinien des Unternehmens gehört, wurde das Angebot einer Initialberatung durch die Energieagentur NRW wahrgenommen. In Folge der Beratung wurden zahlreiche Optimierungsvorschläge in verschiedenen Bereichen umgesetzt.

Zunächst wurde eine Lastgangmessung des elektrischen Stroms angefordert, um mögliche Leistungsspitzen zu identifizieren. Diese werden vom Energieversorger gesondert berechnet und betragen häufig bis zu 25 % des Gesamtstrompreises. Es zeigte sich, dass immer morgens zu Arbeitsbeginn eine Lastspitze auftrat, die durch das gleichzeitige Anschalten der Maschinen und der elektrischen Öfen verursacht wurde. Eine Verschiebung des Aufheizvorgangs der Öfen auf 45 Minuten vor Arbeitsbeginn führte zu einem Abbau dieser Lastspitze und damit zu einer Verringerung der Stromkosten.

Eine weitere Kosteneinsparung im Bereich Strom konnte durch eine Optimierung der Beleuchtung erzielt werden. Die vorhandene Beleuchtung bestand aus doppelflammigen Leuchtstoffröhren, die mit veralteten Reflektoren ausgerüstet waren. Durch den Einsatz von effizienten Dreibandenröhren und die Nachrüstung von modernen Reflektoren konnte bei gleicher Helligkeit auf die Hälfte der ursprünglich vorhandenen Leuchtstoffröhren verzichtet werden. Bei Investitionskosten von ca. 1.700 EUR ergeben sich jährliche Einsparungen von ca. 2.000 EUR/a, so dass sich diese Maßnahme bereits im ersten Jahr amortisiert.

Zusätzlich wurde im Fertigungsbereich eine Weißung der Wände durchgeführt, um eine Verringerung des Kunstlichtbedarfs zu erzielen. Denn durch Aufklärung und Motivation der Mitarbeiter konnte ohne technische Maßnahmen erreicht werden, dass bei ausreichendem Tageslichteinfall die künstliche Beleuchtung abgeschaltet wird.

Die dritte Maßnahme zur Verringerung der Stromkosten bestand in einer konsequenten Vermeidung von Leckagen im Druckluftsystem. Da Druckluft eine der teuersten Energien im Betrieb ist, können bereits durch ein Loch mit einem Durchmesser von einem Millimeter Kosten von ca. 500 EUR/a verursacht werden. Hier wurden mit einem Kostenaufwand von ca. 600 EUR die Druckluftkosten um ca. 1.800 EUR/a verringert.

Weitere Maßnahmen betrafen den Bereich Heizenergie. So war im Heizungskeller ein alter 1.000-Liter-Warmwasserspeicher vorhanden, dessen Isolierung in weiten Teilen defekt war. Da die vorhandenen Duschen nur selten genutzt werden und warmes Wasser vor allen zum Händewaschen benötigt wird, ergaben sich hier hohe Bereitstellungsverluste. Aufgrund des geringen Warmwasserbedarfs wäre die Aufrechterhaltung einer zentralen Warmwasserbereitung nicht sinnvoll gewesen. Daher wurde dieses System komplett außer Betrieb genommen und durch dezentrale, elektrische Durchlauferhitzer ersetzt.

Das Meisterbüro wurde durch zwei elektrisch betriebene Radiatoren mit einer Leistung von insgesamt 3 kW erwärmt. An der Rückwand des Büros waren jedoch bereits zentral beheizte Heizkörper vorhanden. Mit geringen Umbaukosten konnte das Meisterbüro daher an das zentrale Heizsystem angeschlossen werden. Die Heizkosten für diesen Raum wurden dadurch um ca. 50 % reduziert.

Durch die bisher umgesetzten Maßnahmen konnte der Stromverbrauch um ca. 15 % verringert werden. Aber hier will man nicht stehen bleiben, so dass sich zurzeit noch weitere Projekte in der Realisierungsphase befinden:

In diesem Monat werden die vorhandenen Absauganlagen an den Schleifmaschinen erneuert und mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet. Bei einem Luftvolumenstrom von 14.000 m³/h ergibt sich eine Verringerung des Heizölverbrauches um etwa 10.000 Liter pro Jahr.

Das Thema Wärmerückgewinnung ist auch bei der Drucklufterzeugung interessant. Im Zuge eines Umbaus der Kompressorstation werden die Voraussetzungen für eine Beheizung der Produktionshalle durch die Abwärme der beiden Druckluftkompressoren geschaffen. Die aufgenommene elektrische Leistung von 7,5 kW bzw. 22 kW wird nahezu vollständig in Wärme umgewandelt. Damit kann der Heizölverbrauch des vorhandenen Heizsystems um etwa 5.000 Liter pro Jahr reduziert werden.
  

Weitere Informationen zu diesem Projekt erhalten Sie bei der Energieagentur NRW, Dipl.-Ing. Stefan Leuchten, Tel.: 0203 / 306 - 1263

Projektdaten
Projektträger Verarbeitendes Gewerbe
Gebäudetyp Gewerbebau
Technologie Energieerzeugung
  - Wärmeerzeugungstechniken
  - Sonstiges
Energiespeicherung
  - Wärmespeicher
Energieverwendung
  - Heizung- / Klima- / Kältetechnik
  - Beleuchtung / Tageslichtnutzung
  - Energiecontrolling, Lastmanagement, GLT
  - Drucklufttechnik
  - Sonstiges
Nutzerverhalten
Sonstiges
   
Projektstandort
PLZ / Ort 58119 Hagen-Hohenlimburg
   
Ansprechpartner
Firma/Institution EnergieAgentur.NRW
Name Stefan Leuchten
Telefon 0203-306-1263
E-Mail leuchten@energieagentur.nrw.de

weiterführende/zusätzliche Infos

Partner gesucht!

Werden Sie jetzt Partner bei NRW spart Energie. Präsentieren Sie Ihre Projekte und Veranstaltungen.


Energie im Haushalt – Kühlschrank & Co.

Initialberatung

Nutzen Sie die kostenlose Initialberatung der EnergieAgentur.NRW für kleine und mittlere Unternehmen...

Mein Haus spart

Unterstützung für Hausbesitzer von der Planung bis zur Umsetzung

Energiesparer NRW

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW zeichnet vorbildliche Gebäude mit der Plakette "Energiesparer NRW" aus

Wir für Sie

Haben Sie Fragen?
Rufen Sie die Hotline Gebäu-
desanierung der Energie-
Agentur.NRW an unter: 01803 / 19 00 00 (9 Ct/Min. aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/Minute)

Energiesparen im Haushalt

Die EnergieAgentur.NRW zeigt Wege auf, wie Sie Energiekosten minimieren können